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Ein Abschiedsbrief an das Berlin, das ich liebte

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Tatsächlich ist es derzeit so, dass ich dich immer noch sehr gern habe, Berlin. Mir geht es gut in dir, und das wird auch noch eine ganze Weile so bleiben. Nur die elektrische Energie versiegt nach und nach. Im Alltag sind immer weniger Blitze zu sehen. Und ich könnte Zugezogenen derzeit gar nicht so recht sagen, was an Berlin im Jahr 2015 so aufregend ist. Genauso wenig weiß ich derzeit nicht, warum ich in fünf Jahren noch unbedingt an diesem Ort leben müsste.

Du läufst Gefahr, dass dein wichtigster Rohstoff verloren geht: Diese Mixtur aus Unsinn und Genialität, die Widerspenstigkeit gegen alles Reale. Und ich fürchte, dass ich eines Morgens im Winter mit Blick auf deine kahlen Alleen aufwache und mir denke, dass Berlin eigentlich kaum anders ist als Hannover: eine Stadt ohne Eigenschaften.

Quelle: Ein Abschiedsbrief an das Berlin, das ich liebte

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